Förderung von gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen durch Krankenkassen

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PROJEKTFÖRDERUNG

Krankenkassenindividuelle Projektförderung 2021

Die Krankenkassen unterstützen hier besondere Vorhaben bzw. Aktivitäten der Selbsthilfe, die zielorientiert ausgerichtet und zeitlich klar begrenzt sind. Es werden solche Aktivitäten gefördert, die über routinemäßige Aufgaben hinausgehen (Selbsthilfetage, Fachvorträge…). Der Antrag ist bei der jeweiligen Krankenkasse im Verlauf des Jahres 2021 zu stellen. Es gibt keine Antragsfrist.

Ab 2020 werden maximal 30 % der Fördermittel für diese Art der Förderung zur Verfügung gestellt. Eine frühzeitige Antragsstellung ist ratsam und ein größerer Förderbedarf sollte ebenfalls frühzeitig angezeigt werden.

  • Fördernde Krankenkassen: Übersicht über projekt-fördernde Krankenkassen in MV (auch für 2021 gültig): Übersicht Krankenkassen (PDF)
  • Antrag bei der AOK, der IKK und einzelnen BKKs für Projektförderung von SHGn 2021: Antrag Projektförderung MV (PDF)
  • für BKK: Übersicht über alle BKKen und die jeweiligen Ansprechpersonen, an die sich Selbsthilfegruppen aus MV mit Ihren Anträgen zur krankenkassenindividuellen Projektförderung wenden können, können bei infobkk-nordwest.de angefordert werden. Der BKK Landesverband NORDWEST ist keine Krankenkasse, sondern ein Krankenkassenverband. Daher sind die Projektanträge bei den einzelnen BKKen und nicht beim BKK Landesverband NORDWEST zu stellen.

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PAUSCHALFÖRDERUNG

Restmittel aus Pauschalförderung 2020 nach 2021 übertragen

Sollten Selbsthilfegruppen in 2020 Fördermittel aus der Pauschalförderung nicht vollständig verbraucht haben, tragen diese die Höhe der nicht verausgabten Restmittel im Verwendungsnachweis für 2020 ein. Diese Restmittel werden im Folgejahr verrechnet. Eine Verrechnung ist jedoch nur möglich, wenn ein Pauschalantrag für 2021 gestellt wird.

Wird keine Pauschalförderung für 2021 beantragt, wird die ARGE MV die Restmittel zurückfordern!

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Kassenartenübergeifende Pauschalförderung 2021

Diese Fördermittel sind pauschale Zuschüsse (für Raum-und Sachkosten, Technik, …). Mit diesen fördern die Krankenkassen und ihre Verbände neben anderen öffentlich rechtlichen Einrichtungen die Strukturen der Selbsthilfe. Die gesetzlichen Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern haben eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) gebildet. Es ist jeweils jährlich wechselnd eine Krankenkasse bzw. ein Kassenverband für die so genannte Federführung verantwortlich. Ab 2020 gilt, dass mindestens 70 % der Fördermittel in dies Art der Förderung geht.

Bei der Beantragung pauschaler Fördermittel ist nur ein Förderantrag an die jeweils federführende Krankenkasse oder Krankenkassenverband zu richten. 2021 hat die  Knappschaft die Federführung. Selbsthilfegruppen müssen ihren Antrag auf Pauschalförderung bis zum 31.01.2021 dort stellen.

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Leitfaden der Selbsthilfeförderung ab 2021

Die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe beschreiben Inhalte und Verfahren der Selbsthilfeförderung auf den verschiedenen Förderebenen (Bundes- Landes- und Ortsebene) und tragen zu einer weitgehend einheitlichen Rechtsanwendung in der Förderpraxis bei.

Aufgrund einer Gesetzesänderung im Digitalen Versorgungsgesetz (DVG) wurde der Leitfaden zur Selbsthilfeförderung angepasst und gilt ab 1. Januar 2021 in der Fassung vom 27. August 2020. Mit der Neufassung wurde geregelt, dass die Krankenkassen und ihre Verbände im Rahmen ihrer Selbsthilfeförderung künftig sowohl die Nutzung von analogen Angeboten als auch die Nutzung von digitalen Angeboten und Anwendungen gleichberechtigt unterstützen. Digitale Anwendungen müssen dabei den hohen Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit nach dem Stand der Technik genügen.

Der Leitfaden stellt eine Empfehlung des GKV-Spitzenverbandes an die örtlichen Krankenkassen dar. Das Ergebnis der Umsetzung in MV ist den Anträgen oben auf dieser Seite zu entnehmen.