Über Selbsthilfe

Selbsthilfe ist ...

… Austausch mit Menschen in ähnlicher Lage
… gegenseitige, freiwillige und selbstorgansierte Hilfe
… partnerschaftliche Gruppenarbeit ohne professionelle Anleitung

Selbsthilfe bietet:

… Verständnis, Information, vielfältige Erfahrungen, Alternativen, Gemeinsamkeiten
… Kontakte, Mut, Kraft und Hoffnung
… Anonymität

Selbsthilfe bedeutet, die eigenen Probleme und deren Lösungen selbst in die Hand zu nehmen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten aktiv zu werden. Und dies nicht nur im fortgeschrittenen Alter: Junge Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen sind selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben und gemeinsam etwas dagegen bzw. dafür unternehmen möchten. Typische Probleme sind etwa der Umgang mit chronischen oder seltenen Krankheiten, mit Lebenskrisen oder belastenden sozialen Situationen.

In diesem Comic des NAKOS-Projektes "Junge Selbsthilfe" wird die aufbauende Kraft von Selbsthilfegruppen verdeutlicht:

 

Menschen, die sich in Selbsthilfegruppen zusammenfinden, ist gemeinsam, dass sie freiwillig in die Selbsthilfegruppe gehen und in der Gruppe eine Chance sehen, ihr Problem besser zu bewältigen. Die Selbsthilfegruppen funktionieren nach dem Prinzip „Ich für mich, du für dich, wir für uns“. In gemeinsamen Gesprächen in regelmäßig stattfindenden Gruppentreffen und / oder bei gemeinsamen Unternehmungen erfahren die Einzelnen Entlastung und Unterstützung durch die anderen Mitglieder. Sie sehen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Diese Gemeinsamkeit gibt Kraft und Mut, um Schwierigkeiten zu erkennen, anzunehmen und zu lernen, damit umzugehen.

Wie dies aussehen kann, zeigt die Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) am Beispiel von Suchtselbsthilfegruppen in diesem Film:

 

Positive Effekte der Gruppenarbeit setzen nicht von heute auf morgen ein. Es dauert seine Zeit, bis durch die eigene aktive Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe Veränderungen spürbar sind. Geben Sie sich und der Gruppe etwas Zeit. Allerdings ist auch nicht für jeden Menschen in jeder Lebensphase eine Selbsthilfegruppe der richtige Weg.

Über Neugründungen, Fortsetzung oder Auflösung von Selbsthilfegruppen, über Themen, Termine und Zeiten entscheiden die Gruppenmitglieder selbst.

Selbsthilfegruppen können eine professionelle, medizinische oder psychologische Behandlung nicht ersetzen, sie können diese aber sinnvoll ergänzen und unterstützen. Für akute Krisen, in denen sofort gehandelt werden muss, ist eine Selbsthilfegruppe nicht geeignet. Selbsthilfegruppen sollen auch keine Leistungen im Gesundheits- und Sozialbereich einsparen helfen, die bisher von öffentlichen Trägern wahrgenommen oder finanziert wurden. Selbsthilfegruppen dürfen nicht von professionellen Helfern als Ersatz für ihre Arbeit missverstanden werden.

Weitere umfangreiche Informationen über die Arbeit von Selbsthilfegruppen finden Sie hier: NAKOS.

Die Selbsthilfekontaktstellen in Mecklenburg-Vorpommern beraten und unterstützen u.a. in allen diesen Fragestellungen: