Aktuelles und Termine

Bis 30.6.2020 finanzielle Hilfen beantragen für Betroffene von kontaminierter Anti-D-Prophylaxe in der DDR 1978/1979

(4.5.20) Anfang der 70er Jahre wurde in der DDR die Anti-D-Prophylaxe eingeführt. Das verwendete Anti-D-Immunglobulin wurde aus Blutplasma hergestellt. Im Frühjahr 1978 bestand der Verdacht, dass einige Spender an einer Hepatitis erkrankt waren. Dennoch wurde das kontaminierte Blutplasma verwendet. Infolgedessen erkrankten fast 7.000 Frauen (teilweise auch deren Kinder und Angehörige), die eine Anti-D-Prophylaxe erhalten hatten, an Hepatitis C. Auf Veranlassung der Gesundheitsbehörden wurden die erkrankten Frauen von ihren Säuglingen getrennt und auf Isolierstationen wochenlang in Quarantäne gesetzt.

Nun ist eine Verbesserung des Gesetzes über die Hilfe für Betroffene von kontaminierter Anti-D-Prophylaxe in der DDR 1978/1979 beschlossen worden.

Betroffene von kontaminierter Anti-D-Prophylaxe in der DDR 1978/79 können bis 30.06.2020 finanzielle Hilfen beantragen.

Betroffene werden bei der Antragstellung durch die Aufarbeitungsbeauftragten beraten.

Für Mecklenburg-Vorpommern:
Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur
Bleicherufer 7 | 19053 Schwerin
Tel.: 0385 734006
Fax: 0385 734007
Mail: postlamv.mv-regierung.de
Internet: www.landesbeauftragter.de

Die Pressemitteilung der Landesbauftragten dazu hier: PM Anti-D-Prophylaxe. Der Gesetzestext hier: AntiDHG.